Ich will meine Gold-Medaille!

Auf einen der aktuellen Wölkner-Blogs bekam ich einen schönen Kommentar:

…wobei ich der Überzeugung bin, dass man als souveräner Chef kein Zen-Buddhist sein muss 😉

Nein, das muss man nicht. Das ist doch gerade das Verlockende an einer Olympia-Medaille: Man muss nicht – aber man kann sie haben. Wenn man möchte. Achtsam managen ist ausgesprochen hilfreich, aber auch herausfordernd. Das sind schon zwei eigenständige Welten: Business und Zen.

Business break

Ich fühle mich als Wanderer zwischen beiden Welten:

Bei einem Zen-Retreat zum Beispiel bin ich der einzige, der mit einer S-Klasse vorfährt und parke deshalb schon extra weit weg von den anderen. Damit ich keine Manager- und Kapitalisten-Schelte hören muss.

Wenn ich im Business unterwegs bin, höre ich dafür gelegentlich Kommentare der Art: „Hör doch auf mit der Esoterik!“

Manchmal kommt es mir so vor wie eine Gratwanderung zwischen zwei Welten.

  • Ist das wirklich so?
  • Oder liegt darin nicht gerade die große Chance?
  • Nicht „entweder oder“ sondern „sowohl als auch“

Geld und Erfolg sind grundsätzlich nicht etwas Schlechtes. Zen und Achtsamkeit sind a priori kein spiritueller Ego-Trip.

Warum polarisieren wir immer so schnell, anstatt danach zu suchen, wie das eine das andere befruchten kann? Wie wir mit Hilfe des einen beim anderen erfolgreicher, gelassener sein können?

Wie schädlich das ist, sehen wir an den seit Jahrtausenden von den Religionen geführten Auseinandersetzungen. Dabei haben alle im Kern so viele Gemeinsamkeiten.

Zen, Achtsamkeit, Buddhismus, Wirtschaft, Business und Erfolg haben ebenso viele Gemeinsamkeiten. Wie wäre es denn mit Brücken bauen anstatt Mauern?

Tja, da müsste doch einer mal auf die Idee kommen, beides zu vereinen. Den gibt es übrigens schon: Kai Romhard ist Unternehmensberater und Dharma-Lehrer. Er hat das Netzwerk der achtsamen Wirtschaft gegründet.

„Wir schaffen ein neues Miteinander und zeigen Alternativen zum zermürbenden Gegeneinander und Konkurrieren auf.“

Das kann ich nur unterstützen. Vor allem, da man mit dem einen sehr viel erfolgreicher beim anderen ist. Und zufriedener. Da achtsamer. Sie auch ?

Achtsame Grüße, Matthias Wölkner

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