Den Glücksempfänger einschalten

Kürzlich habe ich ein Interview mit Pater Anselm Grün verfolgt – und natürlich wurde er auch nach einer Glücksformel gefragt. „Nicht schon wieder!“, dachte ich. „Es gibt doch schon so viele Glücksexperten!“ Manche nennen sich sogar „Glücksforscher“. Was wird da eigentlich erforscht? Vielleicht sollte man erst einmal eine einheitliche Definition von Glück aufstellen. „Sei nicht so negativ“, sagte ich mir. „Hör weiter zu, vielleicht erfährst du ja DIE Glücksformel.“ Und siehe da, Grün machte eine tolle Aussage:

„Glück braucht einen Empfänger.“

Was für eine wunderbare Metapher.

„Wenn ich dies und das erreicht habe, diese Person mich liebt … dann bin ich glücklich!“ Dass diese verbreitete Vorstellung nicht funktioniert, habe ich schon oft genug gelesen und auch verstanden. Dass das Glück nicht im Außen zu finden ist, darin sind sich alle einig.

Viele sagen sogar, um glücklich zu werden, muss ich aufhören nach dem Glück zu suchen.

Für mich als immer noch Alphatier ist das zu devot. Ich bin ein Macher und muss was tun! Leider verscherzt man sich mit hektischer Macherei oft das Glück, das man doch sucht. Aber Nichtstun geht doch auch nicht! In diesem Dilemma ist das Grün-Rezept die Lösung: Tu was! Schalte den Glücksempfänger ein!Ich brauche also lediglich den Empfänger aufzustellen, einzuschalten und nur noch die richtige Frequenz einzustellen. Auf welcher Frequenz wird eigentlich Glück gesendet?

Ganz sicher nicht auf der Frequenz, in der ich selber schwinge, wenn ich unzufrieden bin und die Welt und meine Mitmenschen mal wieder ganz anders sind als ich sie gerne hätte. Oder wenn ich irgendwelchen Idealen nachhetze: falsche Frequenz. Wie finde ich die richtige?

Auch das verriet uns Pater Anselm im Interview; aus dem Gedächtnis zitiert:

Folgen Sie Ihrem Atem, spüren Sie ihn. Spüren Sie: Was sehe ich, was fühle ich, was rieche ich? Der Atem ist ein gutes Mittel um zu erfahren, was sich in der Seele tut, was da hochkommt. Es ist wichtig, mit sich selber in Berührung zu kommen, wenn man das Glück finden will – nämlich innen. Das haben viele verlernt. Rituale können eine Hilfe sein. Also stehen Sie morgens nicht einfach nur auf und stolpern in den Tag, sondern nehmen Sie das Aufstehen atmend und bewusst wahr. Und gönnen Sie sich auch während des Tages solche Zeiten des Innehaltens!

Sich mehrmals am Tag Zeiten des Innehaltens zu gönnen, mit sich selbst in Berührung zu kommen, bewusst zu atmen und auch allem anderen, was da ist, achtsam Aufmerksamkeit zu schenken, ist die richtige Frequenz. Auf dieser Frequenz findet das Glück seinen Empfänger. In diesem Sinne: Schalten Sie Ihren Glücksempfänger an!

Achtsame Grüße, Matthias Wölkner

P.S. Was tun Sie so, um glücklich zu sein / bleiben ? Schreiben Sie mir Email

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